Ästhetische Venenbehandlung
Mikrosklerotherapie bei Besenreisern & Schaumsklerosierung bei kleinen Krampfadern
Ästhetische Venentherapie ist dann besonders überzeugend, wenn sie fein, natürlich und medizinisch präzise ist. Besenreiser (Telangiektasien) und kleine Krampfadern (retikuläre Venen/Seitenäste) sind häufig harmlos, können aber das Hautbild deutlich prägen. Manchmal steckt im Hintergrund jedoch ein venöser Rückfluss, der das Muster fördert. Deshalb beginnen wir nicht mit „Kosmetik“, sondern mit einer sauberen Einordnung: Was sieht man, was steckt dahinter – und welche Methode passt wirklich?
Vor der Behandlung: Diagnostik, die das Ergebnis besser macht
Wir besprechen Ihre Ziele, prüfen Hautbild und Venenverlauf und entscheiden, ob zusätzlich ein Duplex-Ultraschallsinnvoll ist (insbesondere bei ausgeprägteren Befunden, Beschwerden oder Verdacht auf „Feeder“-Venen). Das verbessert die Planung und reduziert das Risiko, nur Symptome zu behandeln.
Mikrosklerotherapie: die feine Lösung für Besenreiser
Bei der Mikrosklerotherapie wird ein Verödungsmittel mit sehr feinen Nadeln in die betroffenen Äderchen injiziert. Die Gefäße verschließen sich kontrolliert; anschließend baut der Körper sie nach und nach ab. Das Ergebnis ist meist nicht sofort, sondern entwickelt sich über Wochen. Häufig sind mehrere Sitzungen sinnvoll, um ein gleichmäßiges, ruhiges Gesamtbild zu erreichen – ohne „überbehandelt“ zu wirken.
Schaumsklerosierung: wirksam bei kleineren Krampfadern
Für kleinere Krampfadern und geeignete Seitenäste nutzen wir die Schaumsklerosierung. Das Verödungsmittel wird zu einem feinporigen Schaum aufbereitet. Der Schaum verdrängt Blut in der Vene und erreicht dadurch einen intensiven Kontakt zur Venenwand. Je nach Befund erfolgt die Behandlung ultraschallgestützt, um die Ausbreitung gezielt zu steuern. Oft ergibt sich die beste Ästhetik durch eine stufenweise Strategie: zuerst die größeren „Zuleiter“/Seitenäste, anschließend die feinen Strukturen.
Wann sehe ich das Ergebnis?
Direkt nach der Behandlung kann die Region vorübergehend gerötet sein oder dunkler wirken – das ist häufig Teil des Heilungsverlaufs. Eine sichtbare Verbesserung zeigt sich oft innerhalb von 2–6 Wochen, das endgültige Bild kann bis zu 3 Monate (manchmal länger) benötigen – abhängig von Hauttyp, Ausmaß und Nachsorge.
Risiken & mögliche Komplikationen (kurz und transparent)
In den meisten Fällen sind Nebenwirkungen mild und vorübergehend. Häufig sind: Rötung, leichtes Brennen, kleine Blutergüsse, Druckempfindlichkeit oder tastbare Verhärtungen entlang behandelter Venen. Möglich sind außerdem Hyperpigmentierungen (bräunliche Verfärbungen) oder Matting (sehr feine neue Äderchen), die sich meist zurückbilden, aber Geduld benötigen.
Seltener sind Entzündungsreaktionen, kleine oberflächliche Thrombosen in behandelten Abschnitten oder Hautreizungen. Sehr selten sind tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolien. Nach Schaumsklerosierung können sehr selten kurzfristig Kopfschmerzen oder Sehstörungen auftreten; wir besprechen vorab individuelle Risiken und passen das Vorgehen entsprechend an.
Warnzeichen, bei denen Sie sich sofort melden sollten: zunehmende starke Schmerzen/Schwellung eines Beins, Atemnot/Brustschmerz, anhaltende Sehstörungen, Fieber oder ausgeprägte Rötung/Überwärmung.
Verhalten nach der Behandlung: So unterstützen Sie das Ergebnis
Nach der Behandlung ist Bewegung erwünscht: Gehen Sie regelmäßig, vermeiden Sie längeres unbewegtes Sitzen oder Stehen – besonders am Behandlungstag. Ob Kompressionsstrümpfe sinnvoll sind, hängt vom Befund und der behandelten Vene ab; Sie erhalten eine individuelle Empfehlung. In den ersten Tagen sollten Sie starke Wärme (Sauna, sehr heißes Baden) eher meiden. UV/Sonne/Solarium im behandelten Areal sollte vorübergehend reduziert werden, um Pigmentverschiebungen vorzubeugen. Sport ist häufig zeitnah möglich – wir sagen Ihnen konkret, was für Ihren Befund passt.
